Hülsenfrüchte – bunte Kraftpakete

Hülsenfrüchte – früher gerne als „Arme-Leute-Essen“ abgetan, zwischendurch ziemlich in Vergessenheit geraten aber mittlerweile wieder im Rennen. Und das mit sehr guten Gründen!

Was macht Hülsenfrüchte zu kleinen Powerpaketen?
Sie punkten mit einer unglaublichen Vielfalt. Zu den Hülsenfrüchten zählen Erbsen (Kichererbsen, grüne, gelbe Erbsen), Linsen (rote, gelbe, braune Linsen, Tellerlinsen, Belugalinsen, Berglinsen…), Bohnen (Kidneybohnen, weiße, schwarze Bohnen, Feuerbohnen…) und auch Lupine und Erdnüsse.
Langweile auf dem Teller gibt es mit Hülsenfrüchten also definitiv nicht. Als Dal, Salate, Eintöpfe, Suppen, cremige Aufstriche etc. Hülsenfrüchte sind super vielseitig einsetzbar.

Bei den pflanzlichen Vertreten sind Hülsenfrüchte zudem einer der besten Eiweißlieferanten. Noch besser kann der Körper das Eiweiß aufnehmen, wenn die Hülsenfrüchte z.B. kombiniert werden mit Getreideprodukten oder Eiern.

Für den guten Sättigungseffekt von Hülsenfrüchten ist neben dem hohen Anteil an Eiweiß auch der hohe Ballaststoffgehalt verantwortlich. Die Ballaststoffe sorgen außerdem für einen gesunden Darm und „füttern“ unsere Darmbakterien.

Auch jede Menge Vitamine und Mineralstoffe finden sich in den Hülsenfrüchten z.B. B-Vitamine, Magnesium, Kalium und Eisen, die alle für die Funktionen unseres Stoffwechsels verantwortlich sind. Eisen z.B. für den Sauerstofftransport im Blut, Kalium und Magnesium für ein gesundes Herz.

Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen
Wer kennt diesen Spruch nicht? Es ist bekannt, dass Bohnen, Linsen und Erbsen auch blähend wirken. Deswegen ist es wichtig die Menge langsam zu steigern, um den Darm daran gewöhnen zu können.

Außerdem kann die Verträglichkeit der Hülsenfrüchte durch die Zugabe entsprechender Gewürze und Kräuter wie z.B. Bohnenkraut, Dill, Kümmel, Thymian, Ingwer, Rosmarin etc. verbessert werden.

Menschen, die Schwierigkeiten mit erhöhten Harnsäurewerten und Gicht haben, müssen etwas sparsamer mit Hülsenfrüchten umgehen, da diese viele Purine enthalten, wie auch Fleisch (v.a. Innereien) und Fisch.

Für alle anderen gilt jedoch: Wir sollten beginnen die kleinen Powerpakete regelmäßig z.B. 2x pro Woche in unseren Speiseplan zu integrieren, um somit von den Nährstoffbomben zu profitieren.